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In der Region

Als Europaabgeordnete habe ich das europäische Gemeinwohl im Blick. Gleichwohl fühle ich mich natürlich der Region, aus der ich komme, und den Menschen dort in besonderem Maß verbunden. Und das ist in meinem Fall Baden-Württemberg sowie Hessen, das ebenfalls zu meinem „Betreuungsgebiet“ gehört.

An der Größe der Region, die ich als EU-Abgeordnete betreue, sehen Sie eine Besonderheit des Europaparlaments: Die Zahl der deutschen Abgeordneten ist deutlich geringer als die des Bundestags – nämlich: 99 im Vergleich zu 603. Daraus folgt: Den überschaubaren und klar umrissenen Wahlkreis wie bei Bundes- oder Landtagsabgeordneten gibt es bei uns nicht. Jeder Europaparlamentarier dient einer deutlich größeren Gruppe von Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartner. So decken wir Grünen mit 13 Abgeordneten das gesamte Bundesgebiet ab. Dies – und die Tatsache, dass das Europäische Parlament weit mehr Sitzungswochen als der Bundestag hat – macht die Arbeit vor Ort manchmal schwieriger.

Trotzdem: Der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern ist mir wichtig. Denn die Europäische Union wird leider von vielen als „Raumschiff Europa“ wahrgenommen, das von ihrer eigenen Lebenswelt ganz weit weg ist. Das hat auch die geringe Wahlbeteiligung bei der Europawahl gezeigt. Tatsache ist aber: Die EU bestimmt unseren Alltag viel stärker als uns oft bewusst ist. So werden etwa in der Wirtschafts-, Umwelt- oder Verbraucherschutzpolitik die zentralen Entscheidungen in den meisten Fällen längst in Brüssel und Straßburg gefällt.

Gerade deshalb ist mir der Austausch mit BürgerInnen, Organisationen, Initiativen und Gruppen vor Ort wichtig: Sei es durch die Teilnahme an regionalen Veranstaltungen, durch Informationsbesuche oder aber durch Besuchergruppen, die zu mir ins Europäische Parlament kommen.