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05. Juli 2012
 
Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen
Ein Konto für jeden EU-Bürger
Laut Schätzungen der Europäischen Kommission haben 7% aller erwachsenen EU-Bürger, also insgesamt 30 Millionen Menschen, kein Bankkonto. Der Grund hierfür ist, dass ärmeren Menschen, Obdachlosen, aber auch Studierenden, die sich vorübergehend im Ausland aufhalten, die Eröffnung eines Kontos verweigert wird. Sie gelten als unattraktive Kunden. Dies zieht Probleme beispielsweise bei Gehaltszahlungen oder bei der Bezahlung von Rechnungen nach sich.

mpower_photocase.com.jpgGeht es nach dem Willen des Europäischen Parlamentes, soll sich das zukünftig ändern. Mit dem am 4.7.2012 im Europäischen Parlament abgestimmten Bericht fordern die Parlamentarier die Kommission auf, "einen Richtlinienvorschlag zur Gewährleistung des Zugangs zu grundlegenden Bankdienstleistungen für alle rechtmäßig in der Union ansässigen Verbraucher vorzulegen". VerbraucherInnen sollen damit künftig ein Recht auf die Eröffnung eines Kontos haben. Ein Konto mit grundlegenden Zahlungsfunktionen sollte diskriminierungsfrei eröffnet werden können und alle grundlegenden Funktionen, wie Lastschriften, Überweisungen, Online-Banking oder das Geld abheben umfassen. Dies soll ebenfalls für Menschen aus nicht EU-Ländern gelten, die eine gültige Arbeitserlaubnis haben, also für alle EU-Bewohner.


Die offizielle Pressemitteilung der Fraktion Grüne / EFA finden Sie hier: http://www.greens-efa.eu/de/basic-banking-7758.html

Den Entwurf des Ausschusses für Wirtschaft und Währung, sowie die Stellungnahme des IMCO-Ausschusses finden Sie unter folgendem Link: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=REPORT&reference=A7-2012-0197&language=DE&mode=XML

Studien sowie das Ergebnis einer Konsultation der Europäischen Kommission finden Sie unter folgendem Link: http://ec.europa.eu/internal_market/finservices-retail/inclusion_de.htm

 

Photo: photocase.de/mpower