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01. Februar 2012
 
Lebensmittelkennzeichnung
EU-Abgeordnete lehnen irreführende Angaben auf Lebensmitteln ab
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat am 31.01.2012 gegen einen Vorschlag der EU-Kommission gestimmt, der es den Herstellern erlaubt hätte, mit irreführenden gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteln zu werben.

photocase_burger_drgenn.jpgDie Fraktion Grüne/EFA begrüßt diese Ablehnung. Gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln können nur dann zulässig sein, wenn sie es den Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglichen, eine klare Entscheidung für ein gesundes Nahrungsmittel zu treffen. Der Kommissionsvorschlag hätte - ganz im Gegenteil - zu mehr Verunsicherung geführt.

Schließlich hätte er erlaubt, Werbung damit zu machen, dass der Prozentsatz ungesunder Komponenten wie beispielsweise Fett oder Zucker, in einem Lebensmittel im Vergleich zur Vorgängerversion gesenkt wurde. Und das unabhängig davon, wie hoch der Prozentsatz ungesunder Komponenten immer noch ist.

Dies hätte das gesamte Prinzip der gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteln ad absurdum geführt.
Nun ist zu hoffen, dass sich das Parlament am 02.02.2012 der Meinung des Umweltausschusses anschließt und den Vorstoß der Kommission endgültig ablehnt.

Die offizielle Pressemitteilung von Rebecca Harms, Vorsitzende der Fraktion Grüne/EFA im Europaparlament, finden Sie unter folgendem Link: http://www.greens-efa.eu/de/lebensmittelkennzeichnung-5229.html

Update: Am 02.02.2012 hat das Europaparlament den Vorschlag der Kommission abgelehnt. Diese muss nun einen neuen, besseren Vorschlag erarbeiten. Hier finden Sie die offzielle Pressemitteilung von Rebecca Harms: http://www.greens-efa.eu/de/lebensmittelkennzeichnung-5252.html


(Photo: photocase.com/DrGenn)