Impressum Kontakt  
20. Januar 2012
 
EU-Parlament verabschiedet strengere Regeln für Elektroschrott
Die EU-Parlamentarier haben in der zurückliegenden Plenarwoche strengere Regeln für den Umgang mit Elektroschrott beschlossen.

Die neuen strengeren Regeln für den Umgang mit Elektroschrott sind ein wichtiger Schritt für den Umweltschutz, aber auch für die europäische Wirtschaft. Bessere Sammel- und Recyclingraten von Elektroschrott verhindern nicht nur einen umweltschädlichen Umgang mit diesen Abfällen, sondern ermöglichen auch die Wiedergewinnung wichtiger Rohstoffe.
Die Forderung der Grünen, Recyclingziele basierend auf den tatsächlichen Recyclingraten festzuschreiben, konnte sich leider nicht durchsetzen.

Die Rücknahmepflicht für Händler von Kleinstelektrogeräten wie Energiesparlampen und Mobiltelefonen wird den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Rückgabe von Elektroschrott erheblich erleichtern. Das könnte die Anzahl der Geräte, die im Restmüll landen und nicht recycelt werden können, endlich verringern.

Ob die neue Richtlinie tatsächlich für einen Rückgang bei der wilden Entsorgung von Elektroschrott sorgt, wird vor allem davon abhängen, ob die 27 EU-Mitgliedstaaten verlässliche Kontrollmechanismen einrichten. Die EU geht davon aus, dass EU-weit jedes Jahr ungefähr 20 Kilogramm Schrott pro Einwohner anfallen. Das bisherige Sammelziel liegt bei 4 Kilogramm pro Einwohner und selbst dieses wird von einigen Ländern nicht erreicht. Diese Quote muss sich bis Ende des Jahrzehnts vervierfachen.
Damit dieses überhaupt erreicht werden kann, fordern wir Grünen von der Europäischen Kommission, dass sie in Zukunft die Mitgliedstaaten stärker überwacht und gegebenenfalls Vertragsverletzungsverfahren einleitet, falls die Länder nicht für eine strenge Kontrolle sorgen.

Die offizielle Pressemitteilung von Rebecca Harms, Vorsitzende der Fraktion Grüne/EFA im Europäischen Parlament, finden Sie unter folgendem Link: http://www.greens-efa.eu/de/elektroschrott-5168.html

 


(Photo: photocase.com/abotis)