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Gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen
Parlament verabschiedet Bericht zu anstehender Novellierung

2005 verabschiedete das Parlament die Richtlinie zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen. Studien sowie ein Konsultationsprozess der Kommission zeigten jedoch, dass es bei der Umsetzung der Richtlinie immer noch viele Probleme gibt. Die Kommission hatte angekündigt, die Richtlinie zu überarbeiten. Daraufhin legte der Binnenmarktausschuss mit seinem Bericht Eckpunkte für die Überarbeitung vor, die in Straßburg verabschiedet wurden. Unter Anderem sollen erworbene Qualifikationen künftig mit Hilfe eines freiwilligen, elektronischen Berufsausweises leichter nachgewiesen und der Informationsaustausch zwischen den zuständigen Behörden im Rahmen des sogenannten "Binnenmarktinformationssystems" (IMI) verbessert werden.

Mobilität für Ausbildungsberufe sichern

Die Grünen sprachen sich im Ausschuss unter anderem gegen eine Anhebung der schulischen Mindestausbildungszeit aus, damit auch die Mobilität von Ausbildungsberufen gewährleistet ist, für die in Deutschland kein Abitur erforderlich ist. Weiterhin pochte die Grüne Europafraktion darauf, dass bei einem Informationsaustausch hinsichtlich persönlicher Daten ein hohes Datenschutzniveau in der anstehenden Überarbeitung der Richtlinie gewährleistet wird. Der nun verabschiedete Initiativbericht hat beiden Forderungen Rechnung getragen und ist insgesamt ein guter Aufschlag für die kommende Novellierung der Richtlinie.

Update: Hier finden Sie die entsprechende Entschließung im Wortlaut: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P7-TA-2011-0490+0+DOC+XML+V0//DE

 

(Foto: beeing_me/photocase.de)