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19. 05. 11
 
Fairtrade-Towns
Kommunen für fairen Handel
materialien_logo_gross.jpgSeit Januar 2009 können sich Kommunen in Deutschland um den Titel „Fairtrade-Stadt", "Fairtrade-Kreis" oder „Fairtrade-Gemeinde" bewerben. Unter einer Fairtrade-Kommune versteht man jede Gemeinde, in der die Menschen und ortsansässigen Organisationen durch ihre täglichen Kaufentscheidungen den Absatz von Fairtrade-Produkten erhöhen und damit zur Verbesserung der Lebenssituation der Kleinbauern, -bäuerinnen und ArbeiterInnen in den Ländern des Südens beitragen. In Großbritannien gibt es bereits über 500 Fairtrade-Towns - und europaweit werden es immer mehr. Das Europäische Parlament unterstützt das Projekt.

Fairer Handel verbessert die Lebensbedingungen von Kleinproduzenten und Bauern

Der traditionelle internationale Handel spielt oft gerade den ärmsten Menschen auf dieser Welt am Schlimmsten mit. Dies sind aber die Menschen, die am Ausgangspunkt der Lieferketten für den Anbau und die Herstellung von Produkten wie Tee, Kaffee, Kakao oder Obst verantwortlich sind, die wir in den Industrieländern genießen. Fairtrade ist eine Alternative zu diesem Ansatz: der Faire Handel stellt die Menschen in den Mittelpunkt der Handelstransaktionen und garantiert, dass einerseits den Kleinbauern, - bäuerinnen und ArbeiterInnen mehr wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit zuteil wird, anderseits die KonsumentInnen in den Industrieländern hochwertige Produkte erhalten.

Unterstützung durch das Europäische Parlament

"Die Kampagne "Fairtrade-Towns" hilft vor Ort ein Bewusstsein für die ungerechten Handelsbeziehungen der Entwicklungsländer mit den reichen Industrieländern zu schaffen", sagte Heide Rühle anlässlich des Weltladentages am 14 Mai 2011. "Bei Fair Trade geht es nicht um Wohltätigkeit: Es geht darum, den Handel für die Entwicklung zu nutzen, speziell für benachteiligte Produzenten und Arbeiter im Süden", erklärte der Präsident des Europäischen Parlamentes, Jerzy Buzek. Das Europäische Parlament unterstützt die Fairtrade-Bewegung, in der Cafeteria und in der Kantine des Europäischen Parlamentes werden schon länger viele Fairtrade-Produkte angeboten.

Mitmachen: unsere Stadt wird Fair-Trade-Kommune

Fairtrade-Kommune zu werden, bedeutet ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen. Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, um „Fairtrade-Stadt", „Fairtrade-Kreis" oder „Fairtrade-Gemeinde" zu werden. Nach Erfüllung aller Kriterien, Einreichung der Bewerbung und Prüfung durch TransFair e.V. wird der Titel für zunächst zwei Jahre vergeben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind.

Wie eine Kommune „Fair-Trade-Kommune" werden kann, erfahren Sie auf folgenden Homepages:

>> http://www.fairtradetowns.org

>> http://www.fairtrade-towns.de