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Einfuhrverbot von Robbenprodukten tritt wieder in Kraft
EuGH weist Klage der Robbenindustrie ab
robbe_original_photocase_obivan_klein.jpgNachdem der Europäische Gerichtshof im August das EU-weit geltende Handelsverbot von Robbenprodukten außer Kraft gesetzt hatte, dürfen ab sofort wieder keine Robbenprodukte eingeführt werden.

Das Handelsverbot wurde ausgesetzt, da Vertreter der kanadischen und norwegischen Robbenindustrie vor dem EuGH gegen die Regelung geklagt hatten. Die Klage wurde jedoch heute vom Europäischen Gerichtshof abgewiesen, da die Kläger keine Beweise vorlegen konnten, die eine Aufhebung der entsprechenden Regelung gerechtfertigt hatten. „Ich freue mich, dass der Europäische Gerichtshof so entschieden hat", erklärte Heide Rühle angesichts des Urteils. „Mit dem EU-weiten Handelsverbot wird die kommerzielle Robbenjagd auf effektive weise begrenzt".

Robben werden innerhalb und auch außerhalb der EU kommerziell gejagt, um aus ihnen eine große Bandbreite an Erzeugnissen zu gewinnen: Fleisch, Öl, Organe und Felle. -fellen sowie Omega-3-Kapseln, werden auch auf dem Gemeinschaftsmarkt gehandelt, wobei es für Verbraucher schwierig oder gar unmöglich ist, sie von ähnlichen, nicht von Robben stammenden Produkten zu unterscheiden. Die daraus hergestellten Produkte, wie unter anderem Textilien aus verarbeiteten Robbenhäuten und

Tierschutzorganisationen beklagen, dass das Erschlagen mit Knüppeln oder der Abschuss der Robben mit erheblichem Tierleid verbunden sind.

Links: 


>> Pressemitteilung zur Verabschiedung des Handelsverbots


 

 (Foto: obivan/ photocase.com)