Water makes money
Filmvorführung mit Heide Rühle
wasserglas_photcase_aprilfool.jpgWann: Donnerstag, 23. September 2010, 19 Uhr
Wo: Forum 3, Gymnasiumstr. 21 a, Stuttgart
Mehr über den Film: >> http://www.watermakesmoney.com/de/trailer.html

Wasser wurde in den letzten Jahren mehr und mehr zur Handelsware, Kommunen privatisierten ihre Wasserversorgung, führend sind die franzöischen Konzerne Veolia und Suez. Der Film „Water Makes Money " zeigt, was Paris und andere französische Gemeinden aus der Herrschaft von Veolia & Co gelernt haben, während die „Gelddruckmaschinen" der Multis in deutschen Gemeinden schnurren. „Water makes money " wird Mut machen: Wasser in Bürgerhand ist möglich!

Der Film „Water Makes Money“ deckt das skandalöse Gebahren der Wassermultis Veoila und Suez auf und möchte die Kommunen dazu ermutigen, ihr Wasser wieder zu rekommunalisieren oder gar nicht erst in private Hände zu geben. Die französischen Konzerne Veolia und Suez sind die Platzhirsche im wachsenden Weltmarkt der privaten Wasserversorgung.

Auf allen fünf Kontinenten sind sie präsent, kaum eine Woche vergeht ohne neue Erwerbungen. Doch ausgerechnet in ihrem Heimatland Frankreich haben ein paar Kommunen, darunter auch Paris, ihr Wasser wieder in öffentliche Hand genommen, viele planen eine Rekommunalisierung der Wasserversorgung. Dass sich die Kommunen ihr Wasser wieder zurückholen, hat seine Gründe: Wasserzähler werden dem Kunden faktisch doppelt berechnet. In Rechnungen stehen Kosten für den Austausch von Bleileitungen, die tatsächlich nur zu einem Bruchteil erfolgen. Dies sind nur einige Beispiele. Zusammengenommen generieren die Konzerne Extraprofite, die in den meisten Städten im dreistelligen Millionenbereich liegen und sich auch in den überhöhten Wasserpreisen widerspiegeln.

Skandalös sind auch die üblichen geheimen Deals der Wassermultis mit den Kommunen: Der Konzern kauft sich bei der Gemeinde ein, damit er das Wasser bzw. Abwasser betreiben darf. Doch diese Zahlung des Konzerns ist in der Regel nur ein Kredit, der von den Wasserkunden über 20-30 Jahre mit Zins und Zinseszins in dreifacher Höhe zurückgezahlt werden muss. Beispiele in Frankreich und im deutschen Braunschweig machen ein System sichtbar, das den Wasserkonzernen erlaubt, ihren globalen Expansionskurs zu finanzieren – ein System, das so viele Franzosen motiviert, die Rückkehr zur kommunalen Verwaltung anzustreben.

Doch in Frankreich wächst zusehens das Bewusstsein, die Melkkuh der Konzerne für ihre globalen Expansionspläne zu sein – und die Rekommunalisierungswelle rollt. Doch nicht nur dort: auch in Lateinamerika, den USA, Afrika und Europa ist die Rückkehr des Wassers in die Hände der Bürgerinnen und Bürger immer häufiger an der Tagesordnung. Der Film „Water Makes Money“ wird helfen, sich zu entscheiden.

Mehr über den Film: >> http://www.watermakesmoney.com/de/trailer.html