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20. Oktober 2009
 
Nachgefragt: Kostenfalle mobiles Internet
Was kann die Kommission gegen überhöhte Rechnungen tun?
anfrage.jpgMit den meisten Mobiltelefonen kommt man mittlerweile recht einfach ins Internet. Mit einem UMTS-fähigen Handy ist die Verbindung nahezu so schnell wie eine DSL-Breitbandverbindung. Doch Vorsicht ist geboten: das Surfen im Netz ist bei vielen Anbietern immer noch unverhältnismäßig teuer. Ein vermeintlich „kostenlos" heruntergeladenes Musikstück kann schnell mal mehr kosten als eine ganze CD. Manchem Kunden flatterten schon Rechnungen von mehreren tausend Euro ins Haus. Im Höchstfall verlangen Anbieter 36€ pro heruntergeladenem Megabyte - das berichtete zumindest das Politikmagazin „Quer" des Bayrischen Rundfunks.

Muß der Markt reguliert werden?

Heide Rühle, binnenmarktpolitische Sprecherin, machte in einer Anfrage an die Kommission auf das Problem aufmerksam: „Uns kommen immer mehr Klagen über überhöhte Internetrechnungen zu Ohren. Wir wollen von der Kommission wissen, ob sie sich des Problems der überteuerten mobilen Internetverbindungen bewusst ist und was sie dagegen unternehmen will".

Immerhin hat die Europäische Kommission die Möglichkeit, den nationalen Regulierungsbehörden zu erlauben, die Preise zu begrenzen. So könnten die Verbraucher vor Abzocke beim Handy-Internet geschützt werden. Dazu muss die Kommission jedoch erst einmal feststellen, dass der betreffende Markt in einer Schieflage ist. Der Vedacht liegt nahe: „Wenn die Preise pro heruntergeladenem Megabyte von ein paar Cent bis zu 36 Euro variieren, dann stimmt etwas nicht mit dem Markt", so die baden-württembergische Europaabgeordnete. Die Kommission muss schriftliche Anfragen von Europaabgeordneten innerhalb von sechs Wochen beantworten. 

>> Die Anfrage an die Kommission auf der Homepag von Heide Rühle

 

(Foto: fult/ photocase.com)