Die künftige Entwicklung des Internets entscheidet die Gerechtigkeitsfragen der Zukunft mit. Die OECD-Minister müssen deshalb insbesondere die Frage des weltweit gleichberechtigten Zugangs zum Internet behandeln. Ärmere Länder dürfen nicht noch mehr ins Hintertreffen geraten, weil einzelne Firmen den flächendeckenden Internetausbau nicht lohnenswert finden. Unterstützung benötigen diese Länder vor allem beim Umstieg auf das Internetprotokoll IPv6. Sonst drohen eine Zergliederung des Netzes und ein "Zwei-Klassen-Internet". Wir kämpfen für eine Informationsgesellschaft, an der alle teilhaben können.
Wer den Internetausbau vorantreibt, Netz, PC und Handy nutzt, muss aber auch Antworten auf di Fragen Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung finden. Bei der Produktion und Verschrottun von PCs müssen endlich ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt und bewertet werden. Der Energieverbrauch von IT-Geräten muss endlich effektiv gesenkt und die Lebensdauer der Geräte verlängert werden.
Wir fordern die OECD-Minister auf, sich nicht nur mit den Renditemöglichkeiten der Internetwirtschaft zu befassen, sondern die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen, nachhaltige Energie- und Kommunikationslösungen auszubauen.





