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15. 05. 08
 
Trauerspiel um Ampelkennzeichnung
Verbraucherschützer lehnen Vorschlag der Kommission ab
photocase_ampel_ausschnitt_sehr_klein_dije.jpgStatistiken zeigen: immer mehr Europäer leiden unter Übergewicht. Die Folge sind ernährungsbedingte Krankheiten, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen. Dies ist wohl einer der wichtigsten Gründe, warum die Europäische Kommission die Lebensmittelkennzeichnung verbessern möchte. Außerdem kritisiert die Kommission, dass die derzeit verwendeten Kennzeichnungsvorschriften in den einzelnen Mitgliedstaaten zu unterschiedlich sind, was den Handel zwischen den EU-Staaten schwieriger mache.

Was schlägt die Kommission vor?

Der Vorschlag für diese Verordnung (2008/0028 (COD), so die Kommission, soll „für eine klarere und stärker auf die Bedürfnisse der Verbraucher in der EU zugeschnittene Etikettierung von Lebensmitteln sorgen". Dazu gehören einfach verständliche Angaben zum Nährwert, die auf der Vorderseite der Verpackung angebracht werden sollen. Nährwerte sind unter anderem der Brennwert in Kalorien, Zucker, Fett und Salz. Allergene Stoffe sollen klar ausgewiesen werden. Eine Ampelkennzeichnung, wie sie Verbraucherschützer fordern, enthält der Vorschlag nicht. Die Kommission lässt außerdem offen, ob sich die Nährwertangaben auf 100g/100ml des jeweiligen Nahrungsmittels beziehen, oder ob sie sich nach nicht näher definierten „Portionen" richten. Beides wird von Verbraucherschützern und von den GRÜNEN vehement kritisiert.

 

>> Lesen Sie hier weiter: Was wollen die Verbraucherschützer?

 


Originaldokumente der Kommission:


>> Kommissionsvorschlag zur Lebensmittelkennzeichnung [pdf]

>> Weißbuch Ernährung, Übergewicht, Adipositas: Eine Strategie für Europa [pdf]




 

(Foto: photocase.de/ dije)