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EU-Warnsystem RAPEX meldet immer mehr gefährliche Produkte
Spielzeug führt Statistik an

RAPEX (rapid alert system for non-food consumer products) ist ein Schnellwarnsystem der Europäischen Union für den Verbraucherschutz.

Es soll dafür sorgen, dass Informationen über gefährliche Verbraucherprodukte ausgenommen Lebensmittel, die in einem Mitgliedstaat entdeckt werden, rasch an alle nationalen Behörden und die Europäische Kommission weitergeleitet werden, damit diese entsprechend handeln und die Lieferung dieser Produkte an die Verbraucher verhindern können.

Nun hat die Kommission den Jahresbericht 2007 über das Schnellwarnsystem RAPEX veröffentlicht.


Zahl der Meldungen deutlich angestiegen

Die Zahl der RAPEX-Meldungen ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen: Mit insgesamt 1605 Meldungen 2007 hat sie sich die Zahl der Meldungen gegenüber 2004 (mit 468 Meldungen) mehr als verdreifacht.

rapex_anstieg_excel.jpg

Spielzeug führt die Statistik an

Allein auf Spielzeug (417 Fälle), Motorfahrzeuge (197) und Elektroartikel (156) entfallen für 2007 mehr als die Hälfte aller Warnmeldungen. Beinahe jedes dritte Produkt, das Gegenstand einer Meldung war, gehört zu den Produktkategorien Spielzeug bzw. Bedarf für Kleinkinder. Dies zeigt, wie wichtig die Überarbeitung der Spielzeugrichtlinie ist.

 

 

Spielzeug

Kraftfahrzeuge

Elektrische Geräte

Kosmetik

2006

24 %

14 %

10 %

5%

2007

31 %

15%

12 %

6%

 

Die meisten gemeldeten Produkte kommen aus China

Über die Hälfte der als gefährlich gemeldeten Produkte kamen 2007 aus China. Das mag auch daran liegen, dass China - noch vor den USA - größter Handelspartner der Europäischen Union ist. 80% aller in der EU verkauften Spielwaren stammen aus China.

tortengrafik.jpg Die Zahl der RAPEX-Meldungen über Produkte unbekannter Herkunft sank im Übrigen 2007 gegenüber den Vorjahren (20 % unbekannt im Jahr 2005, 17 % im Jahr 2006 und 13 % im Jahr 2007).

Auch wenn die Kommission den Anstieg als ein gutes Zeichen wertet, da immer mehr Produkte aufgespürt und vernichtet werden können, bleibt beim Verbraucherschutz noch viel zu tun. Viele Mitgliedstaaten haben mit dem Wegfall der Außengrenzen Personal abgebaut. Gleichzeitg werden aber immer mehr Güter in die EU eingeführt. Ein weiterer Ausbau und eine effektivere Marktüberwachung sind wichtiger denn je. "Wenn man weiß, dass sich hinter einer Meldung mehr als eine Millionen Waren verbergen können, so fragt man sich, wie viele Produkte im Moment noch durch das Netz fallen.", merkt der europäische Dachverband der Verbraucherzentralen BEUC zurecht an.

 

>> Originaldokument: der RAPEX - Jahresbericht 2007