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Woher kommt mein T-Shirt?
Verordnung zur Herkunftsbezeichnung könnte für mehr Transparenz sorgen
Vorsicht MogelpackungJeder Verbraucher in Deutschland sollte erfahren, woher die Waren des alltäglichen Gebrauchs herkommen. In großen Industrieländern, wie Japan, Australien, China oder in den USA darf ein Produkt nur verkauft werden, wenn klar ist, wo ein Produkt hergestellt wurde. In den USA darf ein Produkt die Bezeichnung „Made in USA" nur dann tragen, wenn es vollständig in den USA hergestellt wurde; anderenfalls sind die Bestandteile bzw. Be- oder Verarbeitungen aus anderen Ländern anzugeben.

In Europa besteht keine Pflicht zur Angabe „MADE IN", weshalb man auf dem europäischen Markt einerseits Produkte ohne jegliche Herkunftsangabe, andererseits Produkte findet, die aus rein kommerziellen Zwecken mit täuschenden und irreführenden Hinweisen in Bezug auf das wahre Produktionsland versehen sind. entwurf_made-in.jpg

Die Europäische Kommission legte bereits Ende 2005 einen Vorschlag für eine Verordnung „über die Angabe des Ursprungslandes bei ausgewählten Einfuhren aus Drittländern" vor. Auch das Parlament sprach sich 2006 in einer Resolution für die Annahme der Verordnung aus. Doch der Entwurf fand keine Mehrheit im Rat der Europäischen Union. Auch die große Koalition in Deutschland weigerte sich, dem Entwurf der Kommission zuzustimmen.

Mit einer so genannten schriftlichen Erklärung forderte Heide Rühle gemeinsam mit Europaparlamentariern anderer Parteien die Mitgliedsstaaten dazu auf, die Verordnung zur Angabe des Ursprungslandes ohne Verzögerung umzusetzen. Eine Herkunftsbezeichnung verpflichtend einzuführen ist wichtig, um den Verbrauchern Transparenz und informierte Kaufentscheidungen zu garantieren, und um betrügerische oder irreführende Angaben einzuschränken.

 

Zum weiterlesen:

>> "Made In" - historischer Abriss und Ausblick

 

Weitere Informationen:

>> Pressemitteilung vom 25.10.2007: Woher kommt mein T-Shirt?

>> Die schriftliche Erklärung von Heide Rühle u.A. im Wortlaut

>> Der Vorschlag der Kommission aus dem Jahr 2005 im Orginal


 

 

 

(Foto: Christian Kudler, photocase.de)