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Spielzeugrichtlinie überarbeiten
Importiertes Spielzeug muss schärfer kontrolliert werden

 

In den letzten Monaten mussten verschiedene Spielwaren wegen giftiger Farbe oder anderer Gesundheitsrisiken aus dem Handel gezogen werden. Allein der US-Konzern Mattel rief im August weltweit über 20 Millionen Kinderspielzeuge zurück. Das in China produzierte Spielzeug enthielt bleihaltige Farbe Heide Rühle, binnenmarktpolitische Sprecherin der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, fordert eine umfassende Überarbeitung der Spielzeug-Richtlinie, sowie eine schärfere Kontrolle importierten Spielzeugs:

"Es ist grob fahrlässig, dass es erst Skandale braucht, bis die EU-Kommission ernsthaft handeln will. Die Kommission weiß seit vielen Jahren, dass die Sicherheitsstandards und Kontrollsysteme für Spielzeuge - speziell für die darin verwendeten Chemikalien - unzureichend sind. Trotzdem hat die Kommission bis heute nichts dagegen unternommen. Wir Grünen fordern Industriekommissar Verheugen nachdrücklich auf, mit der Überarbeitung der Spielzeug-Richtlinie endlich ernst zu machen. Die überarbeitete Richtlinie muss höchsten Sicherheitsstandards genügen und die Verwendung gefährlicher Chemikalien in Kinderspielzeug ausschließen."

Heide Rühle kritisierte zudem, dass die Sicherheitsstandards für Spielzeuge von der Spielzeugindustrie selbst festgelegt werden können: „Die Standards müssen in Zukunft vom Gesetzgeber und nicht von der Industrie gesetzt werden."