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06. September 2007
 
Spielzeugrichtlinie überarbeiten
Importiertes Spielzeug muss schärfer kontrolliert werden

Der US-Konzern Mattel musste im August weltweit über 20 Millionen Spielzeuge zurückrufen. Das in China produzierte Spielzeug enthielt bleihaltige Farbe. Auch andere Spielzeughersteller mussten importiertes Spielzeug aufgrund von Sicherheitsrisiken zurückrufen. Heide Rühle, binnenmarktpolitische Sprecherin der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, fordert eine umfassende Überarbeitung der Spielzeug-Richtlinie, sowie eine schärfere Kontrolle importierten Spielzeugs:

"Es ist grob fahrlässig, dass es erst Skandale braucht, bis die EU-Kommission ernsthaft handeln will. Die Kommission weiß seit vielen Jahren, dass die Sicherheitsstandards und Kontrollsysteme für Spielzeuge - speziell für die darin verwendeten Chemikalien - unzureichend sind. Trotzdem hat die Kommission bis heute nichts dagegen unternommen. Wir Grünen fordern Industriekommissar Verheugen nachdrücklich auf, mit der Überarbeitung der Spielzeug-Richtlinie endlich ernst zu machen. Die überarbeitete Richtlinie muss höchsten Sicherheitsstandards genügen und die Verwendung gefährlicher Chemikalien in Kinderspielzeug ausschließen."

Heide Rühle kritisierte zudem, dass die Sicherheitsstandards für Spielzeuge von der Spielzeugindustrie selbst festgelegt werden können: „Die Standards müssen in Zukunft vom Gesetzgeber und nicht von der Industrie gesetzt werden."