Impressum Kontakt  
 
EU-Parlament stoppt grausamen Handel mit Hunden- und Katzenfellen

Durch die Zustimmung des Rates konnte diese Verordnung schon in erster Lesung verabschiedet werden. "Damit wird endlich der Missstand beseitigt, dass Millionen von Katzen und Hunden unter oft grauenhaften Bedingungen gehalten und getötet werden, um ihr Fell zu verarbeiten und nach Europa zu exportieren", so Rühle. Wir Grünen haben uns schon lange für ein solches gesetzliches Verbot eingesetzt - ebenso wie zahllose Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Unterschriftenaktionen und Petitionen Gehör verschafft haben.  

Erfreulich ist aus Rühles Sicht, dass die Europaabgeordneten für ein vollständiges Handels- und Verarbeitungsverbot gestimmt und damit den von der EU-Kommission ursprünglich vorgeschlagenen Ausnahmeregelungen "eine klare Absage" erteilt haben. Denn solche Schlupflöcher hätten Missbrauch Tür und Tor geöffnet, so die grüne Europaabgeordnete.  

"Diese Verordnung ist im Sinne der Verbraucher - vielen Bürgerinnen und Bürgern war beim Kauf von Produkten wie Tierfiguren, Stofftieren, Kleidungsstücken oder Schlüsselanhängern bislang gar nicht bewusst, dass dafür Hunde- und Katzenfelle verarbeitet wurden", sagte Rühle. Allzu oft hätten Händler den bestehenden freiwilligen Verhaltenskodex unterlaufen und Hunde- und Katzenfelle ohne Kennzeichnung oder unter falscher Etikettierung auf den Markt gebracht.  

"Es ist höchste Zeit, dass Europa diesen wichtigen Schritt für den internationalen Tierschutz vollzieht und damit anderen Ländern wie den USA oder Australien folgt, die schon vor Jahren ein solches Verbot eingeführt haben. Nun muss durch scharfe Zollkontrollen, neue Analysemethoden sowie strafrechtliche Maßnahmen dafür gesorgt werden, dass die heute verabschiedeten Bestimmungen europaweit wirksam durchgesetzt und alle rechtlichen Schlupflöcher beseitigt werden", erklärte Rühle abschließend.