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Europäischer Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF)

Laufzeit

  • 2007-2013

Ziele

  • die Solidarität der Union mit Arbeitnehmern demonstrieren, die aufgrund weit reichender Strukturveränderungen im Welthandelsgefüge aufgrund der Globalisierung arbeitslos geworden sind.
  • gezielte Unterstützung für die Wiedereingliederung von Arbeitnehmern in das Erwerbsleben leisten, die von aus Handelsentwicklungen herrührenden Entlassungen betroffen sind.
Maßnahmen 
  • Unterstützung bei der Arbeitsuche, Berufsberatung, auf die Person zugeschnittene Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, einschließlich von Maßnahmen für IKT-Qualifikationen und Validierung der erworbenen Erfahrung, Hilfe bei Outplacement und Förderung des Unternehmertums oder Beihilfe zur Unternehmensgründung;
  • spezielle zeitlich begrenzte Maßnahmen für Beschäftigte, wie zum Beispiel Beihilfen für die Arbeitsuche, Mobilitätsbeihilfen oder Beihilfen für Personen, die an Tätigkeiten des lebensbegleitenden Lernens und an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen;
  • besondere Anreize für benachteiligte oder ältere Arbeitnehmer, damit sie auf dem Arbeitsmarkt bleiben oder dorthin zurückkehren.

Antragstellung

Der EGF wird ausschließlich auf Ersuchen eines Mitgliedstaats tätig, der bei der Europäischen Kommission einen Antrag einreichen kann.

Interventionskriterien

  • mindestens 1000 Entlassungen in einem Unternehmen in einem Mitgliedstaat innerhalb eines Zeitraums von 4 Monaten, darunter auch arbeitslos gewordene Beschäftigte bei Zulieferern oder nachgeschalteten Herstellern, oder
  • mindestens 1000 Entlassungen innerhalb eines Zeitraums von neun Monaten, insbesondere in Klein- oder Mittelunternehmen, in einem NACE 2-Sektor in einer Region auf NUTS-II-Niveau oder in zwei aneinander grenzenden solchen Regionen;
  • Auf kleinen Arbeitsmärkten oder unter außergewöhnlichen Umständen, die von dem betreffenden Mitgliedstaat bzw. den betroffenen Mitgliedstaaten in angemessener Weise untermauert werden, kann ein Antrag auf Beitrag aus dem EGF auch als zulässig betrachtet werden, wenn die Bedingungen gemäß Buchstabe a oder b nicht vollständig erfüllt sind, sofern die Entlassungen schwerwiegende Auswirkungen für die Beschäftigung und die lokale Wirtschaft haben. Der Gesamtbetrag der Beiträge für außergewöhnliche Umstände darf 15 % des EGF in einem beliebigen Jahr nicht übersteigen.

Informationen

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Europäischen Kommission: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/de/oj/2006/l_406/l_40620061230de00010006.pdf