Zuviel über und zu wenig von der WM?
Kurzberichterstattungsrecht und Fußball
So ist es eine Mischung aus Tragik und Amüsement wenn man sich die WM-Formate der kleineren Fernsehender ohne Erst- oder Zweitverwertungsrechte anschaut: Beim "Bahn-Talk“, dem täglichen Fußballstammtisch im Deutschen Sport Fernsehen (DSF) oder bei der „Fußball-WM-Show“ auf EUROSPORT wird zwar viel über Taktik und Aufstellung geredet, aktuelle Spielszenen gibt es jedoch keine. Die erinnert an italienische Verhältnisse: Dort gibt es eine populäre Show im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, in der erotische Tänzerinnen Spielszenen nachstellen, da Berlusconi die Rechte an den Originalszenen längst ans Pay-TV lizenziert hat.
Doch sieht es bei uns in Deutschland nicht viel besser aus? Es gibt doch das im Rundfunkstaatsvertrag verbriefte so genannte „Recht auf Kurzberichterstattung“. Im § 5 heißt es en detail:
"Das Recht auf unentgeltliche Kurzberichterstattung über Veranstaltungen und Ereignisse, die öffentlich zugänglich und von allgemeinem Informationsinteresse sind, steht jedem in Europa zugelassenen Fernsehveranstalter zu eigenen Sendezwecken zu. Dieses Recht schließt die Befugnis zum Zugang, zur kurzzeitigen Direktübertragung, zur Aufzeichnung, zu deren Auswertung zu einem einzigen Beitrag und zur Weitergabe (...) ein. "
Doch der gut gemeinte Anspruch auf Kurzberichterstattung hat in der Praxis seine Tücken: Da das Recht nicht unentgeltlich in Anspruch genommen werden darf und auch nur im Rahmen von Nachrichtensendungen zum Tragen kommt, schauen das DSF oder EUROSPORT bzw. deren Zuschauer weiter auf ein leeres Spielfeld.
Auch auf europäischer Ebene ist das Recht auf Kurzberichterstattung ein aktuelles Thema: Im Rahmen der Novellierung der Fernsehrichtlinie gibt es Bestrebungen, dass jeder Fernsehveranstalter über Ereignisse von öffentlichem Interesse in kurzen Ausschnitten berichten darf. Auch wir Grünen machen uns für ein solches Kurzberichterstattungsrecht stark.
Bei der Fußball-WM bleibt nur noch die Flucht ins Internet: Doch da es die Deutsche Telekom überraschenderweise nicht geschafft hat, ihr teures Glasfasernetz rechtzeitig zur WM fertig zu stellen, bleiben auch hier nur Bilderstrecken oder Ruckelbilder von chinesischen Webseiten – bis auf zumindest einen kleinen Lichtblick: Die Tore aller WM-Spiele gibt es als Videocast auf der offiziellen FIFA-Homepage. Immerhin, denn Tore sind bei dieser WM – zumindest in 90 Minuten – bestimmt nicht zu viele gefallen.
Doch sieht es bei uns in Deutschland nicht viel besser aus? Es gibt doch das im Rundfunkstaatsvertrag verbriefte so genannte „Recht auf Kurzberichterstattung“. Im § 5 heißt es en detail:
"Das Recht auf unentgeltliche Kurzberichterstattung über Veranstaltungen und Ereignisse, die öffentlich zugänglich und von allgemeinem Informationsinteresse sind, steht jedem in Europa zugelassenen Fernsehveranstalter zu eigenen Sendezwecken zu. Dieses Recht schließt die Befugnis zum Zugang, zur kurzzeitigen Direktübertragung, zur Aufzeichnung, zu deren Auswertung zu einem einzigen Beitrag und zur Weitergabe (...) ein. "
Doch der gut gemeinte Anspruch auf Kurzberichterstattung hat in der Praxis seine Tücken: Da das Recht nicht unentgeltlich in Anspruch genommen werden darf und auch nur im Rahmen von Nachrichtensendungen zum Tragen kommt, schauen das DSF oder EUROSPORT bzw. deren Zuschauer weiter auf ein leeres Spielfeld.
Auch auf europäischer Ebene ist das Recht auf Kurzberichterstattung ein aktuelles Thema: Im Rahmen der Novellierung der Fernsehrichtlinie gibt es Bestrebungen, dass jeder Fernsehveranstalter über Ereignisse von öffentlichem Interesse in kurzen Ausschnitten berichten darf. Auch wir Grünen machen uns für ein solches Kurzberichterstattungsrecht stark.
Bei der Fußball-WM bleibt nur noch die Flucht ins Internet: Doch da es die Deutsche Telekom überraschenderweise nicht geschafft hat, ihr teures Glasfasernetz rechtzeitig zur WM fertig zu stellen, bleiben auch hier nur Bilderstrecken oder Ruckelbilder von chinesischen Webseiten – bis auf zumindest einen kleinen Lichtblick: Die Tore aller WM-Spiele gibt es als Videocast auf der offiziellen FIFA-Homepage. Immerhin, denn Tore sind bei dieser WM – zumindest in 90 Minuten – bestimmt nicht zu viele gefallen.






