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Doku: „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“
Veranstaltung der Bürogemeinschaft der bayerischen, baden-württembergischen und sächsischen Kommunen am 21. März 2006 in Brüssel
Die Veranstaltung (>> Programm), an der auch Heide Rühle teilnahm, machte deutlich: Kommunen können einen wichtigen ergänzenden Beitrag zur staatlichen Entwicklungszusammenarbeit leisten. Die Beteiligungsmöglichkeiten sind vielfältig: Entwicklungspartnerschaften, Netzwerkarbeit mit Organisationen vor Ort, Fairer Handel (öffentliche Auftragsvergabe - keine Produkte aus Kinderarbeit), Indikatoren für kommunale Nachhaltigkeit, Städtische Beauftragte für Eine-Welt-Arbeit.

Entwicklungs- und Städtepartnerschaften

Viele Städte und Gemeinden engagieren sich seit Jahren aktiv in der Entwicklungszusammenarbeit – so etwa im Rahmen einzelner Aufbauhilfeprojekte oder einer dauerhaften Städtepartnerschaft. Und hier könnten sich nicht nur Großstädte, sondern auch kleinere Kommunen gewinnbringend einbringen, betonte Uwe Zimmermann, Referatsleiter für den Fachbereich Europa und Internationales beim Deutschen Städte und Gemeindebund (>> Vortrag von Uwe Zimmermann).

Gerade im Rahmen von internationalen Entwicklungspartnerschaften besäßen Städte und Gemeinden einen eigenen Gestaltungsspielraum auf politischem, sozialem, ökologischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet. Beide Seiten einer solchen Partnerschaft könnten vom wechselseitigen Austausch profitieren. Der entscheidende Vorteil der Kommunen bestehe in dem immensen Erfahrungsschatz an praxiserprobten und flexiblen Lösungsansätzen vor Ort. Gleichzeitig garantiert die kommunale Ebene ein hohes Maß an Beteiligungsmöglichkeiten für die Bevölkerung – damit könne sie einen wichtigen Beitrag für stabile demokratische Strukturen leisten.

„Stuttgarter Partnerschaft Eine Welt“

Die „Stuttgarter Partnerschaft Eine Welt“ stellte Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt, vor. Dieser Ansatz der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, dem die UN-Millenniumsziele zugrunde liegen, wird weithin als vorbildliches Projekt angesehen. Ziel der Partnerschaft ist, dass „die internationale Stadt Stuttgart ihrer Verantwortung im Globalisierungsprozess besser gerecht wird und einen Beitrag zu einer gerechten Globalisierung leistet“. In die Partnerschaft werden Vereine, Gruppen und Organisationen einbezogen, die sich für die Nord-Süd-Arbeit in Stuttgart engagieren. Hauptbestandteil der „Stuttgarter Partnerschaft Eine Welt“ ist ein 10-Punkte-Programm mit Zielen, die die Teilnehmer der Aktion gemeinsam verfolgen wollen. Die Stadt selbst unterstützt Partnerstädte in Entwicklungs- und Schwellenländern – vor allem durch Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort, etwa mit Know-How beim Aufbau der Kommunalverwaltung.

>> Informationen zur Veranstaltung und zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit