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Programm "Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung"
Teilprogramm des Rahmenprogramms "Sicherheit und Schutz der Freiheitsrechte"

Laufzeit

  • 2007 - 2013

Fördermittel

  • 602,6 Mio.

 

Allgemeines Ziel

Das Programm trägt dazu bei, dass den Bürgern durch Verhütung und Bekämpfung der organisierten und nicht organisierten Kriminalität, insbesondere des Terrorismus, des Menschenhandels, der Straftaten gegenüber Kindern, des illegalen Drogen- und Waffenhandels, der Bestechung und Bestechlichkeit sowie des Betrugs, ein hohes Maß an Sicherheit geboten wird.

Spezifische Ziele

Das Programm hat folgende spezifische Ziele:

  • Anregung, Förderung und Entwicklung horizontaler Methoden und Instrumente zur strategischen Verbrechensverhütung und ?bekämpfung und zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, wie etwa die Arbeiten des Europäischen Netzes für Kriminalprävention, Partnerschaften zwischen öffentlichem und privatem Sektor, bewährte Praktiken der Kriminalprävention, vergleichende Statistik, angewandte Kriminologie und gezielteres Vorgehen gegen junge Straftäter,
  • Förderung und Entwicklung der Koordinierung, der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständnisses zwischen Strafverfolgungsbehörden, anderen nationalen Behörden und den zuständigen Einrichtungen der Union in Bezug auf die vom Rat festgelegten und insbesondere in der Bewertung der Bedrohungslage im Bereich der organisierten Kriminalität von Europol beschriebenen Prioritäten,
  • Förderung und Entwicklung bewährter Praktiken zum Schutz und zur Unterstützung von Zeugen und
  • Förderung und Entwicklung bewährter Praktiken zum Schutz der Opfer krimineller Handlungen.
  • Das Programm befasst sich nicht mit justizieller Zusammenarbeit. Maßnahmen, die auf die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Justiz- und Strafverfolgungsbehörden abzielen, können jedoch in den Anwendungsbereich des Programms fallen.

Themenschwerpunkte sind dabei:

  • Kriminalprävention und Kriminologie,
  • Strafverfolgung,
  • Schutz und Unterstützung von Zeugen,
  • Schutz von Opfern.

Maßnahmen

  • Projekte mit europäischer Dimension, die von der Kommission initiiert und verwaltet werden,
  • länderübergreifende Projekte, an denen Partner aus mindestens zwei Mitgliedstaaten oder aus mindestens einem Mitgliedstaat und ein anderes Land, bei dem es sich entweder um einen beitretenden Staat oder um ein Bewerberland handeln kann, beteiligt sind,
  • nationale Projekte in den Mitgliedstaaten, die

o zur Vorbereitung von länderübergreifenden Projekten und/oder von Maßnahmen der Union dienen (?Anschubmaßnahmen?),

o länderübergreifende Projekte und/oder Maßnahmen der Union ergänzen (?Ergänzungsmaßnahmen?),

o zur Entwicklung innovativer Methoden und/oder Technologien beitragen, die sich auf die Ebene der Union übertragen lassen, oder in deren Rahmen derartige Methoden oder Technologien im Hinblick auf ihre Übertragung auf andere Mitgliedstaaten und/oder ein anderes Land, bei dem es sich entweder um einen beitretenden Staat oder um ein Bewerberland handeln kann, entwickelt werden,

  • Betriebskostenzuschüsse für Nichtregierungsorganisationen, die ohne Erwerbszweck Programmziele mit europäischer Dimension verfolgen.

Förderprioritäten

  • Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Zusammenarbeit und Koordinierung (Stärkung der Vernetzung, des gegenseitigen Vertrauens und des gegenseitigen Verständnisses, Austausch und Verbreitung von Informationen, Erfahrungen und bewährten Praktiken),
  • Analyse-, Überwachungs- und Evaluierungstätigkeiten,
  • Maßnahmen zur Entwicklung und zum Transfer von Technologien und Methoden,
  • Ausbildungsmaßnahmen, Austausch von Mitarbeitern und Experten und
  • Sensibilisierungs- und Verbreitungsmaßnahmen.

Antragsberechtigte

  • Das Programm richtet sich an Strafverfolgungsbehörden, sonstige öffentliche und/oder private Einrichtungen, Akteure und Institutionen wie kommunale, regionale und nationale Behörden, Sozialpartner, Universitäten, statistische Ämter, Nichtregierungsorganisationen, Partnerschaften zwischen öffentlichem und privatem Sektor sowie einschlägige internationale Einrichtungen.
  • An dem Programm können sich rechtsfähige Einrichtungen und Organisationen mit Sitz in einem Mitgliedstaat beteiligen. Einrichtungen und Organisationen mit Erwerbszweck haben nur zusammen mit Organisationen ohne Erwerbszweck oder staatlichen Organisationen Zugang zu dem Programm.
  • Drittländer und internationale Organisationen dürfen als Partner an länderübergreifenden Projekten teilnehmen, aber keine eigenen Projektvorschläge einreichen.

Antragsfristen

Fristen werden auf der Webseite der Europäischen Kommission, GD Justiz und Inneres veröffentlicht.

http://ec.europa.eu/justice_home/funding/intro/funding_intro_de.htm

Informationen

Genauere Informationen zu diesem Programm finden sich in dem folgenden Dokument:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/de/oj/2007/l_058/l_05820070224de00070012.pdf